MKM Kompakt-Extrakte

Aktion statt Reaktion

Hellsehen müsste man können. Vor allem als Pharmamanager in einem Land, das gerade auf unprofessionell wirkende Weise versucht sein Gesundheitswesen umzustrukturieren. Geht aber nicht, Ieider. Der machbare und seriöse Weg ist die Marketingforschung. Wie stehen Ärzte zum Beispiel zu pharmaunabhängigen Beratern? Kommen vorübergehende Praxisschließungen für Mediziner in Frage? Die MKM Marketingforschung kann Pharmaunternehmen helfen, auf unterschiedliche Entwicklungen vorbereitet zu sein. Denn eines ist klar: Aktion ist schneller als Reaktion.

Die MKM Marketingforschung liefert zum Beispiel aktuelle lnformationen darüber wie Ärzte Reformen sowie Reformvorhaben einschätzen und welche Maßnahmen sie für ihre Praxen ergreifen. Diese Kenntnisse ermöglichen es der Pharmabranche, rasch auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Ärzte einzugehen, um sie auch weiterhin exzellent betreuen zu können.

Zum Thema ,,Auswirkungen der AVWG-Einführung” auf Ärzte, Apotheker und Pharmaberater liegen mehrere neue Studien der MKM Marketingforschung vor. ln Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München sind weitere Untersuchungen zu den Gesundheitsreformen in Planung.

Klare Absage
Auf die Frage, ob sie sich mit den Reformvorhaben der Großen Koalition in Berlin identifizieren, haben die angesprochenen Ärzte in einer Kurzbefragung der MKM Marketingforschung klar mit ,,Nein” geantwortet: Kein einziger der 100 Mediziner kreuzte auf der 5-stufigen Skala das eindeutige „Ja” an, dagegen markierten 73% das eindeutige „Nein”.

Aktion statt Reaktion

22% Hoffnung
Vor allem Arzte, die sich intensiv mit dem Thema ,,Reformen” befasst haben und in der Diskussion eindeutig Position beziehen, gehen davon aus, dass die Debatte trotz allem zu einem einigermaßen zufriedenstellenden Ergebnis führen kann (22%). Die ihnen gestellte Frage lautete:,,lnwieweit stimmen Sie der Aussage zu, dass sich eine brauchbare Lösung für das Gesundheitswesen finden wird?”

Praxisschließung als Option?
Auf Grund der gesundheitspolitischen Vorgaben fürchten viele Ärzte, ihr Budget zum Quartalsende zu überschreiten. Ein Drittel (30,7%) der hierzu befragten 100 Allgemeinmediziner; Praktiker und lnternisten gab an, als Konsequenz auf drohende Budgetüberschreitungen sogar in Betracht zu ziehen, ihre Praxen zum Quartalsende vorübergehend zu schließen. Dies bedeutet unter anderem für die Pharmaberater dass sie sich – sollten die Arzte tatsächlich strenge Konsequenzen auf Budgetüberschreitungen zu spüren bekommen – bei ihrer Tourenplanung darauf einstellen müssen, zu Quartalsende bundesweit vor der einen oder anderen verschlossenen Praxis zu stehen.

Pharmaberater erwünscht
Auch die Überlegung der Regierung, die Weitergabe von lnformationen über lndikationsfelder und Therapiemöglichkeiten allein pharmaunabhängigen Beratern zu überlassen, stößt bei den Medizinern auf Skepsis. Rund 70% der hierzu in der jüngsten Trendstudie befragten 150 Ärzte finden diesen Vorschlag eindeutig schlecht, da sie an dem Status ,,unabhängig” zweifeln. Der Großteil der Ärzte befürchtet, in irgendeiner Form politisch gesteuerte lnformationen zu erhalten und sieht darin die Gefahr einer Verstaatlichung der medizinischen Behandlung.

MKM Kompakt: Ausgabe November 2006